Wiedergelesen: Quellensammlung Historienmalerei

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem ganz anderen Buch, als mir der Titel „Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren. Die Historienmalerei“ herausgegeben von Thomas W. Gaehtgens und Uwe Feckner in die Hand fiel. Mit Überraschung stellte ich fest, dass er bereits von 1996 war!
Ich erinnere mich noch gut, wie ich gegen Ende meines Studiums Beiträge über die Kunsttheorien von Maxime Du Camp und Richard Muther beigesteuert habe.
Neben meinen eigenen sind noch weitere 38 Quellen in dem Band versammelt. Grundsätzlich ist die Textsammlung so aufgebaut, dass immer zuerst der Originaltext zitiert wird (ggf. mit  Übersetzung) und dann ein Kommentar folgt.

Dabei gibt es neben den ‚Klassikern‘ auch echte Außenseiter zu entdecken. Maxime Du Camp, über den ich geschrieben habe, zähle ich durchaus dazu. Heute fast vergessen, war er Mitte des 19. Jahrhunderst eine einflussreiche Persönlichkeit in Frankreich. Er gab die Revue de Paris heraus und zählte Maler und Schriftsteller zu seinen Freunden. Darüber hinaus schrieb er jährlich Rezensionen über die Ausstellungen im Salon und verfasste kunsttheoretische Schriften. Als einer der ersten schlug Du Camp vor, das Genre der Historienmalerei durch die Hinwendung zu Themen aus der Industrie und der Welt der Wissenschaft zu erneuern.
Neben Du Camp finden sich noch noch viele weitere interessante Texte in dem Band. Nach wie vor bietet er meiner Ansicht nach einen umfassenden Überblick über die Theoriegeschichte der Historienmalerei von Alberti bis ins 20. Jahrhundert.

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