Landpartie – das Knut Rasmussen Haus in Hundested

In lockerer Folge möchte ich unter “Landpartie” von Ausflügen oder Reisen zu interessanten Orten und Museen berichten. Diesmal habe ich (bereits im Sommer) das Knut Rasmussen Haus in Nordseeland (Dänemark) besucht.

Auf einer Anhöhe steht das  Haus des dänischen Polarforschers Knud Rasmussen. Hier lebte und arbeitete er zwischen seinen Grönland Expeditionen. Das Haus soll den Eindruck des authentischen vermitteln, so als ob der Hausherr wieder auf einer Expidition sei und gleich wieder eintreten könnte.

Das Haus wurde 1917 vom Architekten Helge Boysen Møller erbaut und hat einen herrlichen Blick auf das Kattegat. Alle Details sind liebevoll gestaltet und haben einen Bezug zu Grönland wie etwa die als Seehunde gestalteten Türklopfer. 

Auch das Innere des Hauses ist nahezu unverändert erhaltenUnten befinden sich die „offiziellen“ Räume und oben die Schlafzimmer.  Eindrucksvoll – besonders für Kinder – sind die großen Bärenfelle als Bettdecken. Neben dem Interieur gibt es viele Fotografien, Bilder und kleine Skulpturen aus Grönland zu sehen.

Für Besucher gibt es ansonsten wenig bis gar keine Informationen. Es ist sehr schade, dass man nichts vom spannenden Leben und den aufregenden Expeditionen erfährt! Eine zeitgemäße Vermittlung täte dem Haus sehr gut. So kann man sich nur aus dem Fenster mit Blick auf das Meer in die Ferne träumen … 

Oder man kauft sich das Buch “Unter Jägern und Schamanen” von ihm! Sein Tagebuch der Thule Expidition ist, wie es in einer Rezenzion heißt, “ein spannendes Zeugnis der großen ethnografischen Reisen zu den Inuit. Mit ihm und seinen Gefährten reist man zu den letzen Schamanen, großartigen Erzählerinnen und Nomaden”.

Das Haus ist für Besucher von April bis Oktober täglich außer montags geöffnet. 

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