Was bleibt?

Was für ein verrücktes, schlimmes, denkwürdiges Jahr!

Es gäbe vieles, was man bedauern und beklagen könnte. Die ausgefallenen Aufträge, die finanziell schwierigen Zeiten für uns Selbstständige etc. pp.
Aber das wär zu leicht und auch schon oft gesagt.

Daher lautet meine Frage: Was bleibt an Bedenkenswertem, an Erkenntnissen, an Positivem? Gibt es überhaupt etwas?

Nach längerem Nachdenken würde ich thesenhaft sagen:

1. Die Forschung und Wissenschaft. Nie zuvor wurde die Bedeutung von Forschung so deutlich!

2. Populisten haben momentan einen schweren Stand! Das Virus geht nicht weg, bloß weil man es leugnet! Das wurde eindeutig klar. Einfache Rezepte helfen nicht und das haben viele erkannt!

3. Und für die Museumsbubble: Digitales und Analoges kann und sollte man nicht trennen. Sehr oft habe ich dies schon in meinen Seminaren und Workshops gefordert. Doch dieses Jahr wurde es offensichtlich. Die Museen, Theater, kulturellen Einrichtungen, die eine digitale Strategie und digitale Angebote hatten, waren gut aufgestellt. Und das wird auch noch nach (dem hoffentlich baldigen Ende) der Pandemie bleiben!

4. Weniger ist manchmal mehr. Es geht auch mit weniger und gezielteren Dienstreisen! Es geht auch mit weniger Hektik und Stress. Vieles konnte man telefonisch oder per Video-Konferenz klären. Auch das – ein wenig mehr Gelassenheit – sollten wir uns für das nächste Jahr vornehmen.

5. Freude darüber, dass die gemeinsam mit Dr. Michael Grisko von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Dr. Tobias Pfeifer-Helke und Dr. Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha die Tagung #childrenforculture durchgeführt haben. Nach wie vor ist es mir eine Anlegen die Integration Jugendlicher als wichtige Partner und inhaltliche Akteure der jeweiligen kulturellen Arbeit ernst zu nehmen, diese Zusammenarbeit zu systematisieren, und zu stärken! Darüber hinaus gilt es auch im nächsten Jahr die Relevanz von Vermittlung in den kulturellen Institutionen weiter zu stärken und auf Augenhöhe, d.h. gleichberechtigt in Prozess und Berücksichtigung mit anderen institutionellen Aufgaben zu heben!

Es gibt also gute Ansätze und noch viel zu tun! Ich freue mich auf die weitete Zusammenarbeit mit den Museen, Unis und kulturellen Institutionen!

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch!
Bleibt mir gewogen und gesund!
Jörn

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Kultur, Kulturflut, Museum veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Was bleibt?

  1. Lieber Jörn,
    Das ist toll, dass du den Blick aufs Positive lenkst, denn nur das bringt uns weiter. Sicher wird auch 2021 noch viel Flexibilität von uns fordern.
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Marlene

  2. Jörn sagt:

    Liebe Marlene,
    das glaube ich auch! Und es ist und bleibt wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen!
    Auf weiters Netzwerken!
    Ich wünsche Dir auch alles GUTE!
    Yours Jörn

  3. Lieber Jörn,
    danke Dir für diesen positiven und optimistischen Blick auf 2020.
    Dass weniger auch mehr sein kann und digital immer gemeinsam mit analog gedacht werden sollte, sind auch die Erkenntnisse, die ich aus diesem kuriosen und zeitweilig beklemmenden Jahr mitnehme.

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch und ein gesundes und positives Jahr 2021!
    Anja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.